Zellstoff & Papier

Anwendungen.

Vortrockner
Bei Anlagen mit Vortrockner wird vorgetrocknetes Material in Form von Filterkuchen aufgegeben und im Gegenstrom der Ofengase vorgetrocknet. Auf Grund der Geometrie kommen Steine und feuerfeste Betone auf einer entsprechenden Isolierung zum Einsatz.

Einlaufkonus
Der Einlaufkonus verhindert den Rücklauf des Brennguts und wird mit einem abriebbeständigem feuerfesten Beton zugestellt.

Drehrohr
Das Drehrohr wird mit feuerfesten Steinen zugestellt. Feuerfeste Betone kommen zum Tragen bei der Zustellung von Konen, Einbauten wie Ketten, Liftern oder Hubschaufeln.
Bei Anlagen ohne Vortrockner wird das Brenngut mit hohem Wassergehalt als Schlicker aufgegeben. In der Kettenzone wird die Verdampfung des Wassers intensiviert, indem die Ketten in das Brenngut eintauchen und das anhaftende Material beim Austauchen im Gasstrom trocknet. Zudem wirkt diese Technologie bedingt als Filter für Stäube. Die Stäube bleiben an dem feuchten Material haften und werden so dem Brenngut zugeführt. Lifter oder Hubschaufeln heben das Material an und lassen es zu Zwecken eines besseren Wärmeüberganges in den Gasstrom fallen. Diese Einbauten können metallisch und/oder keramisch sein. Um die Wärmeverluste gering zu halten, wird die Ausmauerung im Drehrohr zumeist zweilagig ausgeführt. Auf einen Isolierstein werden die eigentlichen feuerfesten Steine gemauert. Die Ausmauerungsstärken sind meistens prozessbedingt und hängen vom Drehrohrdurchmesser ab. Mechanisch und/oder thermisch hochbelastete Anlagen setzen auf eine einlagige Zustellung ohne Isolierung.

Zonierung
Vorwärmzone

Diese Zone dient dem Trocknen des Brenngutes bei Temperaturen zwischen 600 - 800 °C. Im Verhältnis zum Durchmesser beträgt die Länge der Zone 4-5xd. Schamottesteine mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit kommen hier zum Einsatz.

Kalzinierzone
Die Kalzinierung (Entsäuerung) des Brenngutes findet in dieser Zone über eine Länge von 2-3xd statt. Die Kalzinierung wird bis zu etwa 98 Prozent in dieser Zone abgeschlossen. Die Temperatur beträgt hier etwa 1.100 °C. Gefordert werden Produkte mit ausgeglichen Eigenschaften bezüglich Feuerfestigkeit, Abriebbeständigkeit und geringer Wärmeleitfähigkeit.

Brennzone
In der Brennzone findet die vollständige Kalzinierung statt bei Temperaturen zwischen 1.100 – 1.300 °C. Die Zone hat eine Länge von 4-6xd. Da diese Zone die maximale thermische Belastung erfährt, kommen hier Produkte mit hoher Feuerfestigkeit und guter thermo-chemischer Beständigkeit zum Einsatz. Die Belastungen in dieser Zone können im Widerspruch stehen zu der Forderung einer geringen Wärmeleitfähigkeit.

Kühlzone
Das Brenngut verweilt im Ofen über eine Länge von etwa 2xd bis es ausgetragen wird. Die Temperatur beträgt etwa 1.000 °C.

Ofenkopf
Der Ofenkopf nimmt den Brenner auf und dichtet den Ofen nach außen ab. Auf Grund der Geometrie kommen in diesem Bereich feuerfeste Betone zum Einsatz. In Abhängigkeit von der Installationsart als Gießbetone oder als spritzbare Variante. Die Temperatur liegt hier bei etwa 1.000 °C.

Kühler
Das Material wird durch Frischluft im Gegenstrom gekühlt. Die aufgewärmte Luft dient in Folge als Verbrennungsluft im Ofen. Wie beim Ofenkopf werden feuerfeste Betone verarbeitet. Abriebbeständigkeit ist eine wesentliche Anforderung an das feuerfeste Material sowie eine gute Temperaturwechselbeständigkeit.
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